Für alle Leistungen, die im Haushalt erbracht werden, wird nach § 35a Abs. 4 EStG eine Steuerermäßigung in Höhe von 20 % der Arbeitskosten gewährt. Dies jedoch der Höhe nach begrenzt. Abhängig davon, ob es sich um sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen (Putz- und Reinigungsarbeiten, Gartenpflege, Heckenschneiden, … Pflege- und Betreuungsleistungen) oder Handwerkerleistungen (Renovierung-, Modernisierung- und Erweiterungsarbeiten durch Handwerker, Gartengestaltung, Reparatur bzw. Wartung von Heizung) beträgt der Höchstbetrag entweder 4.000,00 € im Jahr (haushaltsnahe Dienstleistungen) oder 1.200,00 € (Handwerkerrechnungen).

Dabei ist "Haushalt" nicht beschränkt auf die Erstwohnung. Zum Haushalt gehören auch die Zweit-, Wochenend- oder Ferienwohnung. Auch die Kosten beim Umzug in eine andere Wohnung sind im vorgenannten Rahmen erstattungsfähig. Dabei kann die Steuerermäßigung auch von Mietern in Anspruch genommen werden, wenn und soweit die vom Mieter zu zahlenden Nebenkosten Beträge umfassen, für die begünstigte haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen abgerechnet wurden.

Nicht begünstigt sind handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme sowie Arbeiten im Zusammenhang mit der Errichtung eines Haushaltes bis zu dessen Fertigstellung.

Voraussetzung für den Steuerabzug ist stets, dass die entsprechende Rechnung vorgelegt wird und die Zahlung bargeldlos erfolgt.

(BMF - Schreiben vom 09.11.2016)

 

 

Mit Entscheidung vom 10.04.2018 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass auch ein hoher Verwaltungsaufwand es nicht rechtfertigt, bei der Bewertung von Grundstücken auf alte, den aktuellen Gegebenheiten nicht mehr Rechnung tragende, Bewertungskriterien abzustellen. Der Gesetzgeber ist aufgefordert, bis spätestens 31.12.2019 eine Neuregelung zu schaffen, die den geänderten Entwicklungen Rechnung trägt. Die alten Regelungen dürfen maximal noch bis zum 31.12.218 angewandt werden.

Hiervon nicht erfasst sind Grundstücke im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sowie Grundstücke in dem in Art. 3 des Einigungsvertrages genannten Gebieten (so festgehalten in Z. 1, 2. HS des Tenors).

 

Wie bekannt, ist bei Überlassung eines betrieblichen PKWs zur privaten Nutzung der Nutzungsvorteil der Einkommens-/Lohnsteuer und der Sozialversicherung zu unterwerfen. Dabei wird der Nutzungswert entweder pauschal oder nach der sogenannten 1 %-Regelung oder individuell unter Zugrundelegung der Gesamtkosten des PKW (sogenannte Fahrtenbuchmethode) ermittelt.

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